Niederalm (Pfarrkirche Hl. Johannes der Täufer)

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Niederalm - Ansicht (7.12.2020 PP)

Niederalm - Ansicht (7.12.2020 PP)

Niederalm - Schwellwerk im Unterbau (7.12.2020 PP)

Niederalm - Spieltisch (7.12.2020 PP)

Niederalm - Registerschalter (7.12.2020 PP)

Niederalm - Pfeifenwerk Schwellwerk (7.12.2020 PP)

Alte Orgel - Ansicht

Niederalm - Alte Orgel 1963-2020 (PP 2018)

Niederalm - Alte Orgel 1963-2020 (PP 2018)

Alte Orgel - Pfeifen Unterwerk

Niederalm - Alte Orgel - Pfeifen Unterwerk (2018 PP)

Spieltisch im Zustand von 2018

Niederalm - Spieltisch im Zustand von 2018 (2018 PP)

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Basisdaten

Pfarre/InstitutionPfarre Niederalm, 5081 Niederalm
GebäudePfarrkirche Hl. Johannes der Täufer, Niederalm
StandortEmpore
Baujahr1956
Orgelbauer G. F. Steinmeyer & Co (Oettingen in Bayern)

Beschreibung

Bis 1963 stand in der Kirche eine wohl 1937 durch Dreher & Flamm umgestellte Orgel aus einer Wallfahrtskirche im Berchtesgadener Land. 1963 kam es zum Neubau durch Fritz Mertel sen. auf elektropneumatischen Kegelladen. Die Disposition lautete:

Hauptwerk C-a3: Prinzipal 8', Flöte 8', Oktav 4', Quinte 2 2/3', Mixtur III 2'.

Unterwerk C-a3/4: Gedackt 8', Weidenpfeife 8', Prinzipalino 4', Nachthorn 2', Cymbel III 1'.

Pedal C-f1: Subbaß 16', Zartbaß 16', Oktavbaß 8', Choralbaß 4'.

Teilweise wurde altes Pfeifenwerk wiederverwendet, u.a. in der Weidenpfeife 8', Subbass 16' und im Gedackt 8'. Doe Oktave 4' bestand teils aus alten Zink-Prospektpfeifen. Auch in der Mixtur fanden viele Pfeifen Platz, die in einer unbekannten Orgel Matthäus Maurachers d. ä. gestanden haben müssen. Die Orgel wurde nach einer Umgestaltung des Kirchenraums 1973 durch Kurt Klappacher und Hermann Oettl, Salzburg in einem neuen Gehäuse quasi im Dachfirst neu aufgestellt um Platz für den Chor zu erhalten. 2012 wurden klangliche Veränderungen durch Olivje Repec aus St. Florian durchgeführt. Im engen Gehäuse waren Pfeifen und Technik kaum zugänglich. Der Zustand des wenig qualitätvollen und elektrisch gefährlichen Werks (u.a. Bälge und Ladenteile aus Pressspan, keine Einzeltonabsicherungen) verschlechterte sich in den letzten Jahren dramatisch.

2020 Ersatz durch ein gebrauchtes Instrument der Firma G. F. Steinmeyer & Co, Oettingen in Bayern aus der Ev. Kirche Seelbach bei Lahr (Schwarzwald). Restaurierung, Umdisponierung und neues Gehäuse durch Orgelbau Alfons Zeilhuber, Altstädten im Allgäu. Dem Hauptwerk wurde ein Principal 8' zugefügt. Das Seelbacher Oberwerk wurde zum Unterwerk im Schwellkasten umgebaut. Dabei wurde die Quintcymbel durch eine Sesquialtera 2f (aus Steinmeyerpfeifen der Register Spitzquinte 1 1/3', Prinzipal 2' und Quintade 4'), die Spitzquinte 1 1/3' durch Vox coelestis 8' ab c° (Lagerbestand Zeilhuber) und der Prinzipal 2' durch die der alten Orgel entnommene Weidenpfeife (umintoniert zur Aeoline) ersetzt. Im Pedal wurde die viel zu schwache Steinmeyer'sche Quintade 4' gegen ein neues, gut zeichnendes Cello 8' getauscht. Der Eisenschmidspieltisch der ehem. Mertelorgel wurde auf Wunsch der Gemeinde beibehalten, restauriert und für die Steinmeyerorgel adaptiert.

Gehäuse

Gehäusebauer Alfons Zeilhuber (Altstädten)
Baujahr2020

Spielanlage

Standortfreistehend, seitlich
Pedaltypparallel
Tastenumfang der ManualeC-a3
Tastenumfang des PedalsC-f1
Anzahl der Register15
Stimmunggleichstufig
Gebläseelektrisch, Ventus
Spielhilfen

II/I, I/P, II/P, Sub II/I, Super II/I, Super II, Super I/P (alle als Registerschalter)

Freie Kombination, Pleno, Auslöser, Handregister ab, Pedalumschaltung ab, Crescendo ab (Drücker unter dem 1. Manual)

WindladentypTaschenlade
BalganlageSchwimmerbalg
Spieltrakturelektro-pneumatisch
Registertrakturelektro-pneumatisch

Disposition

I. Hauptwerk

Principal 8'
Gedeckt 8'
Salicional 8'
Octav 4'
Waldflöte 2'
Mixtur IV 1 1/3'

II. Schwellwerk

Rohrflöte 8'
Aeoline 8'
Vox coelestis 8'
Blockflöte 4'
Sesquialter II 2 2/3'

Pedalwerk

Subbass 16'
Zartbass 16' (Windabschwächung)
Cello 8'
Flötbass 8'